Lupinenprodukte – wie ich sie verwende und wo du sie kaufst

Im ersten Beitrag Lupinen – die unterschätzte Powerquelle für pflanzliches Eiweiß habe ich erklärt, was Lupinen sind und warum sie so besonders sind. Jetzt geht es ans Eingemachte – wie verwende ich die einzelnen Produkte in der Küche? Hier teile ich meine persönlichen Erfahrungen und praktischen Tipps die ich über die Jahre gesammelt habe.

Lupinenflocken*

  • Schmecken relativ neutral
  • Gut geeignet für Müsli oder ins Joghurt

Lupinenkerne geschält von Biolandhof Kelly

  • Über Nacht in viel Wasser einweichen (dreifache Wassermenge) und dann ca. 30 Minuten kochen
  • Sie werden dabei größer, schön gelb und sehen fast aus wie Maiskörner
  • Sie werden nicht weich, sondern haben noch Biss
  • Verwendungsmöglichkeiten: in Salate mischen, unter Gemüse geben, oder an weißen Tagen kurz vor dem Servieren in der Pfanne zum fast fertigen Gericht geben und kurz ziehen lassen
  • Gekochte Lupinenkerne halten sich bis zu 4 Tage im Kühlschrank
  • Fertige, geschälte und gekochte Kerne aus der Dose vor dem Verwenden mit Wasser abspülen, damit das Salz abgespült wird – danach pur essen oder wie oben beschrieben verwenden

Lupinenkerne ganz (ungeschält)*

  • Gibt es gekocht und roh
  • Die rohen Kerne eignen sich für Sprossen – je nach Sorte keimen fast alle oder nur ca. die Hälfte
  • Die fertigen Keimlinge unbedingt noch 3–4 Minuten mitkochen oder kurz blanchieren
  • Wer die Kerne selbst einweicht und kocht: Die Schale ist relativ dick – ich drücke die Kerne einfach mit den Fingern aus der Schale heraus
  • In Portugal und anderen Mittelmeerländern werden die gekochten, ungeschälten Kerne als Snack zu Bier oder Wein gegessen – ähnlich wie bei uns Erdnüsse
  • Ein Plus: Fertige ungeschälte Lupinenkerne ganz gekocht im Glas* enthalten je nach Hersteller nur ca. 0,3 g Salz pro 100 g – ideal für salzarme Ernährung. Aus diesen Kernen lässt sich einfacher Snack herstellen.

Lupinenmehl*

  • Zum Binden von Saucen: in etwas Wasser glatt verrühren und in die Sauce geben, oder über bereits angebratenes Fleisch streuen, kurz mitbraten und dann mit Wasser aufgießen
  • In Teigen bis zu 15 % des normalen Mehls ersetzen
  • Verwendbar in Rezepten wie Kaiserschmarren, Kuchen oder als Panade statt Mandelmehl.

Lupinen-Chrunchy / Lupinenschrot*

  • Wird wie Reis gekocht: 1 Tasse Lupinenschrot auf 2 Tassen Wasser
  • 30–45 Minuten kochen lassen – kann nicht verkochen
  • Nicht pur als Beilage verwenden, sondern immer mit etwas mischen
  • Ideal als Reisersatz: Reisfleisch, Fischrisotto, Gemüsereis, Reissalat – alle Reisrezepte lassen sich gut mit Lupinenschrot abwandeln
  • Auch als vegane Bolognese oder in indischer Tomatensauce wunderbar
  • Gekochter Lupinenschrot hält sich bis zu 4 Tage im Kühlschrank

Lupinennudeln von My-nudel.de

  • Kochzeit: laut Packung 4–6 Minuten – aber das ist sehr individuell, einfach ausprobieren wie man sie mag, ich koche sie länger, je nach Nudelform dauert es etwas länger.
  • Nicht pur als Beilage verwenden, sondern immer mit Sauce oder Gemüse mischen
  • Erhältliche Formen: Spaghetti, Spiralen, Lasagneblätter (müssen nicht vorgekocht werden), Suppennudeln
  • Meine Lieblingsvariante: die Form „Suppe“ Tagliolini – ganz dünne, schmale Bandnudeln. Da merkt man am wenigsten, dass sie eine etwas andere Konsistenz haben
  • Besondere Varianten: Bärlauch-Spaghetti und Lupinen-Kokos-Nudeln – beide eine schöne Abwechslung
  • Beim Kauf unbedingt auf den Lupinenanteil achten und Kohlenhydrate auf 100 g – ist idealerweise bei 30 g
  • Gekochte Lupinennudeln halten sich bis zu 4 Tagen im Kühlschrank

Lupinenkaffee von Biolandhof Kelly

  • Schmeckt hervorragend – hat mich selbst sehr überrascht, auch für echte Kaffeeliebhaber
  • Ideal, wenn man koffeinfreien Kaffee trinken möchte
  • Basisch und magenfreundlich
  • Erhältlich als Bohnen, gemahlen oder als praktische Portionsbeutel zum Einhängen in die Kaffeetasse (meine persönliche Lieblingsvariante)
  • Die gerösteten Kaffeebohnen nicht in der Espressomaschine verwenden – sie sind sehr hart und eiweißreich
  • Mit der Kaffeemühle mahlen und im Kaffeefilter aufbrühen, oder direkt den gemahlenen Kaffee verwenden

Wichtiger Hinweis zur Qualität

Wer Lupinenmehl oder Lupinenschrot zum ersten Mal kauft und ausprobiert, erlebt manchmal eine unangenehme Überraschung: Das Produkt schmeckt bitter – und man denkt, das sei normal. Ist es aber nicht!

Bittere Lupinenprodukte sind ein Qualitätsproblem. Leider kommt das auch bei Produkten namhafter Hersteller vor – selbst im Reformhaus oder Bioladen. Der Grund liegt meist in der Rohware: Wenn der Bittersstoffgehalt der verwendeten Lupinen zu hoch ist, schmeckt das fertige Produkt bitter.

Mein Tipp: Wer bittere Lupinenprodukte kauft, sollte diese unbedingt reklamieren. Bitte nicht aufgeben und denken „Lupinen schmecken halt so“ – denn gute Lupinenprodukte schmecken mild und angenehm neutral. Es lohnt sich, einen anderen Hersteller auszuprobieren.

Genau deshalb empfehle ich nur Produkte, deren Qualität ich selbst geprüft habe und von denen ich überzeugt bin. 😊

Wo kaufe ich Lupinenprodukte?

siehe jeweils bei den einzelnen Lupinenprodukten. Da ich stark verarbeitete Produkte selber nicht verwende, nehme ich auch nicht Bezug auf Steaks und andere Produkte.

*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich. Ich empfehle nur Dinge, die ich selbst nutze und liebe.

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